Chöre im Fokus der Forschung

Das Forschungszentrum des Deutschen Chorwesens mit Sitz im Sängermuseum Feuchtwangen wurde Anfang April zum sog. „An-Institut“ der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) erhoben. Die Ehrenbezeichnung als „An-Institut“ vergibt die JMU an Einrichtungen, die eng mit ihr kooperieren und den Nachweis erbracht haben, dass sie wissenschaftlich arbeiten – etwa indem sie wissenschaftliche Projekte und Publikationen vorweisen können. Insgesamt sechs An-Institute gibt es bislang.

„Das neue An-Institut für Chorforschung ist das erste dieser Art weltweit“, so Universitätspräsident Forchel. Er freue sich sehr, dass die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Chorverband, dem Fränkischen Sängerbund und der Stiftung Dokumentations- und Forschungszentrum des Deutschen Chorwesens stets konstruktiv und zielführend verlaufen sei. DCV-Präsident und Altbundeskanzler Christian Wulff hegt große Erwartungen an die Arbeit des Forschungszentrums. Er erhoffe sich zum Beispiel Antworten auf die Fragen, wie man verstärkt Kinder und Jugendliche in die Chöre bringen und das Chorwesen in Deutschland erhalten könne. Eine weitere Aufgabe sei es, die Bedeutung zu erforschen, die deutschen Chören und Liedern im Ausland zukommt.